Ratgeber
Dokumente mit KI übersetzen: Glossar anlegen, Ergebnis prüfen
Eine Offerte geht auf Französisch an eine Kundin in Lausanne. Mit einem Glossar heißt die Wärmepumpe auf jeder Seite gleich, und Sie wissen, welche Stellen Sie trotzdem lesen müssen.
Eine Haustechnikfirma schickt eine Offerte für eine Wärmepumpe an eine Kundin in Lausanne, auf Französisch. Die maschinelle Übersetzung liest sich flüssig. Trotzdem kann auf Seite 1 „offre“ stehen und auf Seite 3 „devis“. Der Produktname „KellerTherm 9“ kann halb übersetzt werden, und statt des in der Romandie üblichen „service de piquet“ kann eine Umschreibung des Pikettdiensts stehen.
Der KI fehlt Ihre Hausterminologie. Dafür gibt es Glossare. Dieser Guide zeigt, wie Sie eines anlegen und was Sie an einer übersetzten Offerte vor dem Versand prüfen. Firma und Produkt sind erfunden.
Kurz gesagt
- Ein Glossar legt fest, wie ein Begriff in einer Sprachrichtung übersetzt wird.
- 20 bis 30 Einträge aus Ihren bisherigen Dokumenten reichen für den Anfang.
- Zahlen, Ausschlüsse und Fristen lesen Sie immer selbst, auch mit Glossar.
Was ein Glossar macht
Ein Glossar ist eine Liste von Begriffspaaren für ein Sprachpaar, zum Beispiel Deutsch nach Französisch. Wählen Sie es bei der Übersetzung aus, verwendet DeepL die festgelegten Übersetzungen. So beschreibt es die DeepL-Entwicklerdokumentation. Für die Offerte sieht ein Anfang so aus:
| Deutsch | Französisch | Warum im Glossar |
|---|---|---|
| Offerte | offre | soll im ganzen Dokument gleich heißen |
| Wärmepumpe | pompe à chaleur | Kernbegriff, darf nicht wechseln |
| Inbetriebnahme | mise en service | steht in Preis und Garantie |
| Wartungsvertrag | contrat d’entretien | eigenes Produkt mit Preis |
| Pikettdienst | service de piquet | Schweizer Begriff, wird sonst umschrieben |
| Arbeiten nach Aufwand | travaux en régie | Abrechnungsart, muss eindeutig sein |
| KellerTherm 9 | KellerTherm 9 | Produktname bleibt unverändert |
Produktnamen tragen Sie mit identischen Spalten ein. Damit verhindern Sie, dass ein Name übersetzt oder umgestellt wird.
Woher die Einträge kommen
Sie müssen kein Fachwörterbuch schreiben. Gute Quellen sind:
- frühere Offerten, die eine französischsprachige Kollegin bereits korrigiert hat. Jede Korrektur ist ein Glossareintrag.
- Ihre Preisliste und Produktdatenblätter, wenn es sie schon in beiden Sprachen gibt.
- Begriffe, nach denen Kundschaft öfter nachfragt.
Legen Sie eine Person fest, die neue Einträge aufnimmt. Sonst führt bald jede Abteilung ihr eigenes Glossar.
Was Sie trotzdem selbst lesen
Ein Glossar sorgt für einheitliche Begriffe. Ob der Satz inhaltlich stimmt, prüft es nicht. Lesen Sie in jeder übersetzten Offerte diese Stellen gegen das Original:
- Preise, Mengen und Mehrwertsteuer. Stimmen Beträge und Dezimaltrennzeichen?
- Ausschlüsse. Steht „nicht inbegriffen“ auch als „non compris“ da und nicht als Gegenteil?
- Fristen und Gültigkeit der Offerte, mit Datum.
- Zusammengesetzte Wörter wie „Wärmepumpenboiler“. Sie stehen nicht wörtlich im Glossar und brauchen einen eigenen Blick.
- Anrede. Eine Offerte an Privatkundschaft geht auf Französisch in der Vous-Form.
Verträge, Allgemeine Geschäftsbedingungen und Sicherheitshinweise in Montageanleitungen gehören zusätzlich zu einer Person, die beide Sprachen sicher beherrscht. Hier kann ein falsches Wort rechtliche Folgen haben.
In onAI
Der onAI-Übersetzer arbeitet mit DeepL. Word-Dateien und PDFs kommen im gleichen Layout zurück. Glossare legen Sie einmal an und teilen sie mit der ganzen Organisation. Sie gelten für eingefügten Text und für ganze Dokumente. Die förmliche oder informelle Anrede wählen Sie vor der Übersetzung.
Nehmen Sie für den Anfang die letzten drei Offerten, die Sie übersetzen ließen, und notieren Sie jede Korrektur. Daraus entsteht Ihr erstes Glossar, bevor die nächste Offerte rausgeht.